Retro-Design versus Retro-Drucken

Hallo liebe Dorfbewohner,

auf meinen Reisen durch die Welt habe ich wieder zwei schöne Entdeckungen gemacht, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Beide sind irgenwie Retro und irgendwie aus der Computerecke, aber doch irgendwie verschieden:

Zum einen habe ich die Seite von Jack von Slatt und Meredith Scheff entdeckt. Leider war auf der etwas undurchsichtigen Seite nicht herauszufinden, woher die kommen, aber ich nehme mal aus der guten alten USA. Diese „redesignen“ Alltagsgegenstände z.B. aus dem PC-Bereich wie Tastaturen, Mäuse und Monitor im Retrostil, d.h. die sehen dann aus wie aus der Jahrhundertwende; der vorletzten… Auf der Seite werden dann auch auf schönen Bilderstrecken das Making-of des jeweiligen Umbaus beschrieben. Fand ich sehr beeindruckend, aber ob man auf der Tastatur gut schreiben kann, ist natürlich eine andere Frage. Und damit so ein Teil in den eigenen 4 Wänden gut wirkt, sollten diese sich schon in einer gepflegten Burg oder zumindest in einer schubrigen Geistervilla wohnen. Aber schau es auch selber mal an und stöbert was rum…. LINK

Zum anderen habe ich den kleinen Drucker oder wie der Volksmund sagt würde, den LittlePrinter entdeckt. Ein kleiner schwarzweiß Drucker der auf Kassenbonformat klitzekleine Nachrichten, Sudokus, Horoskope oder gar Zeitungsartikel ausspuckt, die das Iphone so hergibt. Auch Fotos sind drin und am Ende zeigt der liebe kleine Drucker uns immer sein nettes Gesicht, so daß direkt ein schlechtes Gewissen bekommt und ihm wieder eine Druckaufgabe schenken möchte. Dann kommt das Gewissen gegenüber der Umwelt, ob das alles mit dem kleinen Druckmännchen überhaupt Sinn macht und Ökonomisch korrekt ist, aber egal. Wenn ich auf jeden Fall diesen Film sehe, höre ich in meinem Kopf immer diese alten Nadeldruckergeräusche aus den alten 80er Druckern und irgendwie ist man auch immer verleitet, dem süßen LittlePrinter-Gesicht mit seinem formschönen Scheitel eine kleinen Adolfbart zumalen. Da sollten die Designer doch nochmal drüber nachdenken….

Ich druck mir jetzt auf jeden Fall mal mein Klopapier für die nächste Woche. Bis später….

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Nummer vs. Abheben

Wir leben in einer Zeit, in der wir nie wirklich allein sind. Wir haben Handy, Iphones, Ipads, Twitter, Facebooks und was weiß ich nicht alles. Und doch ist mir die letzten Jahre aufgefallen, dass man immer weniger Lust hat abzuheben, wenn es mal wieder klingelt…oder eine Mail zu lesen, die mehr als einen Absatz hat. Vielleicht liegt es daran, dass ich beruflich schon den ganzen Tag mit komischen Vögeln telefonieren und sinnlos herum mailen muss. Jedoch fällt mir das Phänomen auch bei anderen auf. Es wird immer schwieriger Leute zu ereichen, weil man nur noch mit Mailboxen kommuniziert. Besonderes hart wird es, wenn man eine Gruppe an einem gemeinsamen Termin versammeln soll und von jedem ein Feedback braucht…selbst SMS ist für Männer Mitte 30 einfach nur noch lästig….ist es die Rezession der privaten Kommunikation und der Wunsch nach alter Freiheit? Sind diese Medien nur noch eine von zu vielen Verpflichtungen auf unserem Rücken, der mit Mitte 30 eh schon krumm und schief ist von der ganzen Last der schnelllebigen Gesellschaft

Aber war es denn früher besser? Eigentlich ist es heute unvorstellbar, besonders wenn man es mal Jugendlichen erklärt. Da kommt man sich vor, als ob man vom 2. Weltkrieg erzählt. Wenn man in meiner Jugend aus dem Haus gegangen ist, dann war man einfach weg! Komplett von der Bildfläche verschwunden bis man irgendwo wieder aufgetaucht ist. Wie oft ist meine Mutter abends durchs Dorf gefahren, um mich zu suchen, weil ich in dieser Zwischenwelt verschollen war und eigentlich nur etwas zu spät von meinem „Spielkameraden“ nach Haus marschiert bin. Telefone hatten keine Displays (in meiner Zivizeit bei der Stadt Bonn gab es bei den Ämtern sogar noch Wahlscheibe…1997!), so dass wir früher darüber sinniert hatten, wie toll es wäre, wenn man sehen könnte, wer anruft. Dann könnten wir, wenn es einer der nervigen Kumpels ist, einfach nicht dran gehen. Also haben wir uns ein Klingelzeichen-Code überlegt: Erst einmal anklingeln lassen, auflegen und wieder anrufen. Da wußte man immer, man spricht mit einer „wichtigen“ Person. Heute wissen wir meistens wer dran ist…und aggieren erst recht nach dem Klingelzeichen-Code. Jaja, die schöne neue Welt.

Ein älterer Kunde von mir hat im übrigen zu dem Thema erzählt, dass die früher noch nicht mal ein Festnetztelefon hatten, bzw als er eins hatte, hatten alle seine Bekannten keins. Also musste er, wenn er jemanden was sagen oder fragen wollte, zu Fuss zu der Person hin spazieren und es ihr mitteilen. Und wenn es blöd gelaufen ist, war derjenige gar nicht da und man ist umsonst gelaufen……..dass kann ich mir wiederum nicht nicht mehr vorstellen, tja der 2. Weltkrieg waren schon eine verrückte Zeit.

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Geocaching vs. Schnitzeljagd für Nerds

Tach zusammen,

es ist soweit: die Zukunft hat uns eingeholt und ich schreibe aus meinem Urlaub meinen ersten Blog von unterwegs mit dem iPhone…soweit meine Wurstfinger es erlauben. „Blöder Iphone-Nerd“ werden jetzt manche sagen und schwupps…Zukunft…Nerds…da sind wir doch glatt schon beim heutigen Thema: das Geocaching. Auch bekannt unter „die Schnitzeljagd der Moderne“, „die mystische Parallelwelt unter uns“ oder „Die Nerdsuche nach der geringen Muggeldichte“.

Nun, ich habe im Bekanntenkreis und aus der Presse schon davon gehört und so begab es sich, dass ich letzte Woche raus aus der großen Stadt in die Natur an die schöne Sieg bei Eitorf fahren wollte. Wie ich dann so alleine an der Sieg rumhing, dachte ich mir:“Mensch, Benson, du hast doch die Welt in deiner Hand. Nimm doch mal dein iPhone, geh ins Internet und schau doch mal, wie das geht mit dem Geocaching und ob hier in der schönen Landschaft nicht ein Schatz zu heben ist.“ Gesagt, getan!

Jetzt mal kurz zur Erläuterung für alle, die noch nie was von Geocaching gehört haben: Es handelt sich um einen weltweiten Begriff für „Schatzsuche“ mittels einem Kompass und einem GPS-Geräts, hat also nichts mit geologischen Kacheln zu tun. Man kann nun unter geocaching.de auf einer Karte nachschauen, ob und wo jemand in meine Umgebung einen „Schatz“ versteckt hat. Dann bekommt man die GPS-Koordinaten (Längengrad für Norden und Breitengrad für Osten) und dann geht’s los. Manchmal muss man auch erst ein oder mehrere Rätsel vorab oder vor Ort lösen, um an die Koordinaten zu kommen, daher die Schnitzeljagdverwandschaft. Man ermittelt dann mit seinem GPS-Gerät oder iPhone, wo man sich anhand eines 5-stelligen Zahlenwertes auf den beiden Graden gerade befindet und weiß dann anhand des Zielwerte und des Kompasses, ob man mehr nach Osten, Norden, Westen oder sonst wo gehen muss. Ist man dann irgendwann möglichst nah an dem Zielpunkt angekommen, geht die Sucherei los: Wo hat der Jemand ein Döschen, Tuppadose oder Schachtel versteckt, worin sich ein Logbuch und vielleicht ein paar Tauschgimmicks versteckt haben.

Nun, hörte sich einfach und nach einem lustigen Zeitvertreib an und es gab sogar einen Punkt in der Umgebung meines zwischen Wald und Flur liegenden Parkplatzes mit dem nach großem Schatzabenteuer klingenden Name „MBC #3“. Also los…mein neues iPhone verfügt ja über einen integrierten Kompass mit GPS-Angaben, aber ich hatte keinen Ahnung,

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posted by Max Trojan in Auf Reisen and have No Comments
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