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Gedanken um die Welt…oder was vom Alltag übrig blieb!

Köln vs. die dunkle Seite

 

Hallo liebe Dorfbewohner,

und wieder habe ich ein tolles Ding entdeckt, was die Welt unbedingt braucht, wenn Sie eine große Kirmes wäre oder aus grünem Wackelpeter bestehen würde und wir den Leuten auf der anderen Kugelseite durch einen grünen Schimmer winken könnten. Mmmmh…da stellt sich mir doch glatt die Frage, wer diese Leute sind, die ich da auf der dunklen Seite der Welt sehen würde, wenn ich hier Mittags in Köln schön im Garten in der Sonne sitzte. Was ist auf der dunklen Seite von Köln? Die Wombels, die Fraggles mit den Gorgs oder gar ein Sammelcamp für ausrangierte Kandidaten von RTL2 Frauentausch?

Ich habe mich auf die Suche gemacht und mal am großen Rad, bzw Globus gedreht und da schräg gegenüber wohnen die netten Bewohner von Oakura in Nothland, Neuseeland. Da ist es jetzt (Achtung Überraschung) 12 Stunden vor, also ungefähr Mittagnacht und morgen erwartet Oakura einen schön verregneten Tag bei gepflegten 18°C. Die Oakuraner rutschen jetzt quasi im März so langsam in den Herbst und verabschieden sich vom Sommer, der bei denen zwischen Dezember und Februar verläuft. Das ist doch irgendwie verrückt. Eine Spiegelwelt. Wäre doch optimal, wenn wir den Kölner Karneval dorthin verlegen…ist ja nicht so, dass eine Fahrt nach Oakura jetzt eine Weltreise wäre.

Oakura Bay lockt mit dem Slogan “Welcome to paradise”, also genauso wie Köln, und die Freitzeitmöglichkeiten sind auch die gleichen wie am Rhein: Tauchen, Surfen, Fischen, eine Jacht mieten, Sandburgen bauen und einsame Strandspaziergänge. Mit den 1.350 Einwohnen,die da hausen, bekommen wir noch nicht mal die Kölner Ü50-Kneipe Klapsmühle voll, aber was soll’s. Wir sollten uns einfach einen Tunnel nach Oakura graben, einen 2. Dom da hinstellen und das Dorf als Kölner Gemeinde eingliedern: Köln-Oakersdorf.

Hier eine kleine Impression von vor Ort…könnte auch ein Paar aus Köln-Lindenthal sein, was sich schön am Rheinufer fotografiert…und wieder bestätigt sich die paralelle Spiegelwelt…

 

Aber ich wollte nicht abschweifen, sonder das Ding vorstellen, das die Welt (in welcher Form oder von welcher Seite auch immer) umbedingt braucht:

 

DIE MINI-CANNON

 

Ein muss bei der jeder Frühjahrentrümplung oder Abrissparty. Einfach laden, zünden und Feuer! Ein Wunderwerk der Minikriegführung, welche in keinem Haushalt beim gepflegten Rosenkrieg fehlen sollte; frei nach dem Motto:” Schatz, kann Du mal kurz schauen?” Hier eine kleine, dezente Vorstellung:

 

 

In diesem Sinne einen Teller Oakersdorfer Wackelpeter für alle und bis die Tage….

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Kinderschokolade versus den Günter-Wutbürger

 

Hallo liebe Dorfbewohner,

gestern war ich mal wieder wie so oft im Supermarkt meines Vertrauens unterwegs. Auf der Suche nach Nervennahrung in der Süsswarenabteilung habe ich mich als erstes gefragt, was eigentlich “Nervennahrung„ bedeuten soll. Da bin ich einfach zu einen der neunmal schlauen Edeka-Futterauslageneinräumern gegangen und habe gefragt. Er anwortete:” Das menschliche Gehirn braucht ausreichend Energie um seine umfangreichen verschiedenen Aufgaben zu bewältigen. Der Begriff “Nervennahrung” oder auch “Brainfood” lässt sich daher so herleiten: Um Sprache, Bewegung, Denken und Erinnerung gleichzeitig zu koordinieren, sind verschiedene Substanzen nötig, die über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden müssen. Die B-Vitamine haben großen Einfluss auf Nerven, Gehirn und Gedächtnis. Da Vitamin B6 direkt am Nervensystem beteiligt ist, kann es auf die Belastbarkeit der Nerven unterstützend wirken und für mehr Konzentrationsfähigkeit in allen Lebenslagen sorgen. All diese wichtigen Vitamine befinden sich in den Pommes Frites von McDonalds. Daher sollte man die bei Stress am meisten essen. Aber auch bei ohne Stress…” Da habe ich ihm viele Grüsse aus Korint bestellt und bin gegangen.

Als zweites habe ich mich gefragt, als ich Packung der Kinderschokolade (mit der guten Kindermilch) entdeckte, was aus dem alten Retrojungen geworden ist, der uns damals in der Jugend immer ein treuer imaginärer Freund gewesen war. Jetzt grinst uns da ein Junge an, der direkt aus den 90er Jahren katapultiert zu sein scheint und Photoshop mit Löffeln gefressen hat. Zudem scheint nach rechts rüber zu schauen (Hallo!!! Photoshopleute), als ob er den Fotografen ein Zeichen geben will, daß er nach 5 Stunden dauergrinsen nicht mehr kann und an den Zähnen schon Staub ansetzt. Nach einer kleinen Recherche nach dem Vorgänger musste ich feststellen, dass dies im Internet und insbesondere in der Blog-Welt in beliebtest Thema ist. Daher hier eine kurze Zusammenfassung:

Der Junge mit der schönen Zottelmähne Read more…

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Retro-Design versus Retro-Drucken

Hallo liebe Dorfbewohner,

auf meinen Reisen durch die Welt habe ich wieder zwei schöne Entdeckungen gemacht, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Beide sind irgenwie Retro und irgendwie aus der Computerecke, aber doch irgendwie verschieden:

Zum einen habe ich die Seite von Jack von Slatt und Meredith Scheff entdeckt. Leider war auf der etwas undurchsichtigen Seite nicht herauszufinden, woher die kommen, aber ich nehme mal aus der guten alten USA. Diese “redesignen” Alltagsgegenstände z.B. aus dem PC-Bereich wie Tastaturen, Mäuse und Monitor im Retrostil, d.h. die sehen dann aus wie aus der Jahrhundertwende; der vorletzten… Auf der Seite werden dann auch auf schönen Bilderstrecken das Making-of des jeweiligen Umbaus beschrieben. Fand ich sehr beeindruckend, aber ob man auf der Tastatur gut schreiben kann, ist natürlich eine andere Frage. Und damit so ein Teil in den eigenen 4 Wänden gut wirkt, sollten diese sich schon in einer gepflegten Burg oder zumindest in einer schubrigen Geistervilla wohnen. Aber schau es auch selber mal an und stöbert was rum…. LINK

Zum anderen habe ich den kleinen Drucker oder wie der Volksmund sagt würde, den LittlePrinter entdeckt. Ein kleiner schwarzweiß Drucker der auf Kassenbonformat klitzekleine Nachrichten, Sudokus, Horoskope oder gar Zeitungsartikel ausspuckt, die das Iphone so hergibt. Auch Fotos sind drin und am Ende zeigt der liebe kleine Drucker uns immer sein nettes Gesicht, so daß direkt ein schlechtes Gewissen bekommt und ihm wieder eine Druckaufgabe schenken möchte. Dann kommt das Gewissen gegenüber der Umwelt, ob das alles mit dem kleinen Druckmännchen überhaupt Sinn macht und Ökonomisch korrekt ist, aber egal. Wenn ich auf jeden Fall diesen Film sehe, höre ich in meinem Kopf immer diese alten Nadeldruckergeräusche aus den alten 80er Druckern und irgendwie ist man auch immer verleitet, dem süßen LittlePrinter-Gesicht mit seinem formschönen Scheitel eine kleinen Adolfbart zumalen. Da sollten die Designer doch nochmal drüber nachdenken….

Ich druck mir jetzt auf jeden Fall mal mein Klopapier für die nächste Woche. Bis später….

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Gut essen vs. Daraus bestehen

Tach zusammen,

vor ein paar Wochen habe ich ihm Fersehen folgenden Satz im Zusammenhang mit Diäten gehört: “Bei allem, was man ißt, sollte man darüber nachdenken, ob man daraus bestehen möchte.”

Dieser Satz verfolgt mich nun überall hin und läßt mich nicht mehr los…im Supermarkt, in der Mittagspause und natürlich beim Essen. Will ich lieber aus einem Korb Äpfel bestehen oder aus einer mit Mayo unterfütterten Riesenpommes mit einem XXL-Schweineschnitzel in Jäger-Schaschliksauce geschwenkt? Schon ein sehr intersanter Blickwinkel. Alles, was ich so in meine Futterluke einwerfe, daraus besteht dann mein Körper je nach Eigengewicht zu 1-4%.

Und möchte ich aus einem halben Mettbrötchen bestehen? Ja, lieber wie aus frischem Pansen. Aber fortführend stellt sich ja hier nun auch die Frage im Umkehrschluß: Was will ich meinem Körper für “Lebensmittel” zumuten? Ich sehe mich gerne als Verbrennungsanlage. Natürlich Nahrung wie Obst, Gemüse, Eier, frischer Fisch oder Fleisch sind wie Papier oder Holz, d.h. die brennen gut, riechen gut beim Verbrennen und geben vielleicht noch was Energie frei. Alles toll. Schmeiß ich mir aber so fiesen oder künstlichen Kram rein wie Mirkowellenfertiggerichte, Billigeis aus Pflanzenfett, lapprige Pizza zum Super-Mittagspausenrabatt von 3€ oder einfach mal 5 Tüten Erdnussflips, dann ist das so, als ob ich ein paar alte Plastikeimer und abgewrackte Autoreifen in den Ofen schmeiße. Daß beißt sich im Körper, qualmt wie Sau und am Ende stinkt es auch noch ganz schön bei der Kohlenentsorgung. Energie wird eher verbraucht als gewohnen.

Also entdecke ich mich selbst immer mehr dabei, wie ich in Supermärkten wie so eine alte Oma mit ständig dir Inhaltsstoffe auf den Verpackungsrückseiten durchlese. Wenn ich mehr als 50% der Sachen ohne Chemie LK nicht verstehe oder mir gar Angst machen, stelle ich es wieder weg, was dann meist auch in einem langen Aufenthalt im Markt enden kann. Man merkt, dass es immer schwieriger wird außerhalb der Obst-, Gemüse- und Fleischtheken bei den abgepackten Lebensmittelgüten, sei es in Dosen, Tupa oder Tetra, was möglichst unbehandeltes zu bekommen. Obwohl es optisch oft anders wirkt. Da kommt mir dann auch oft diese Horrorlegende aus der Aromaindustie in den Sinn, daß Erdbeermarmeladen noch nie eine Erdbeere gesehen haben, sondern das Aroma aus gegorener Holzspäne gewonnen wird. Die Farbe kommte dann von Rote-Beete-Saft, weil der so günstig ist (Kirschsaft wäre auch shon zu teuer). Und der Vanillearoma wird chemisch aus Read more…

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SEO vs. Suchmaschinenoptimierung

Tach,

was ist eigentlich dieses SEO ? (Nicht verwechseln mit CEO! Das ist der Oberhanswurst im Dorfvorstand).

Nun, wir stellen uns mal vor, Google würde von den Mainzelmänchen geleitet mit dem fleißigen Berti als CEO. Er schickt seine Kollegen los, um alle Internetsseiten anzuschauen und aufzuschreiben. Da diese sich aber ständig verändern, wurde es Berti zu blöd, so daß er sich einen Haufen Festplatten kaufte und alle Seiten darauf kopierte. So hat er immer eine Momentaufnahme jeder Seite, haut die in eine Datenbank und durchsucht sie.

Jetzt kommt Oma Schmitz und bastelt eine Homepage über selbstgestrickte Rollatoren mit Turbolader und iPad-Dockingstation. Sie macht nur eine Startseite mit einem Bild des Turborollators mit 2-3 Sätzen zum Thema. Als Überschrift “Omis Superturborolli”. Sie läd die Seite unter www.rotuipad.de hoch, geht dann direkt auf Bertis Googleseite. Dort sucht Sie nach “Rollator” und Ihrer Domain und wunder sich, dass Ihre Seite nicht aufgeführt wird.

Was hat Oma Schmitz falsch gemacht. Rollatoren mit Blackberry Anschluß stricken sollen? Nein. Erstmal haben wir ja gelernt, das Berti nicht

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posted by Max Trojan in Blogparade,Dinge and have Comments (2)

Dumme Sprüche vs. Letzte Worte

Tach zusammen,

da mein Magen in letzter Zeit meint, auf Konfrontationskurs mit meinem Lebensstil zu gehen, mußte ich mich letzte Woche einer Magenspiegelung unterziehen. Da kam mir mal wieder die Frage in den Kopf:“ Warum macht man (als Kassenpatient) überhaupt Arzttermine, wenn man dann doch einer mehrstündigen „Vor-Schikane“ unterzogen wird. Sei es beim Hausarzt, beim Zahnarzt oder beim Bauchdoktor.

Beim Zahnarzt ist es immer besonders schön, gerade wenn man seine 1. Wurzelbehandlung bekommt und auch sonst keine guten Erfahrung mit so Zahnakrobaten hatte. Da sitzt man trotz Termin erstmal 1 Stunde im Wartezimmer und wird dann schließlich angespannt ins Behandlungszimmer geführt mit dem Kommentar: “ Der Doktor kommt jetzt.“ Was aber eigentlich heißt: „Der Doktor hat heute eigentlich gar keinen Bock, fiesen Kassenpatienten in den fiesen Hals zu klotzten. Deshalb muss er jetzt erstmal zum Golfplatz um runterzukommen. Wenn er dann seine „Tzaziki mit Döner“-Mittagspause mit 3 Bier gemacht, den verzogenen Kindern beim Tennistraining zugeschaut und dann das Kindermädchen „verarztet“ hat, kommt er vielleicht zu ihnen. Glauben Sie aber nicht, dass er dann für sie seine Hände wäscht!“. Also sitzt man dann so gefühlte 2 Stunden allein im Behandlungsstuhl und hat dann ausreichend Zeit, sich in Ruhe alle die schönen Geräte anzuschauen, die die Arzthelferin natürlich vorher schonmal vor einem ausbreitet. Spitze und verwinkelte Chromwerkzeuge, die gleich, bzw. demnächst in deinem Mund verschwinden sollen, neben Minibehältern für Däumlinge mit merkwürdigen Substanzen. Und natürlich auch die Spritzen. Alles Schikane für die Kassenpatient um deren Fantasie in der Wartezeit anzuregen. Im Sekundentakt laufen einem mögliche Szenarien durch den Kopf, in dem die Teufelswerkzeuge und meist ein schlecht gelaunter, oder auch wahlweise zittriger Arzt eine Hauptrolle spielen.“Schwester, das Zahnfleisch den Patienten ist total verhornt. So was habe ich noch nie gesehen. Leider kommen wir da mit der Spritze nicht durch. Wir müssen den Nerv ohne Betäubung töten. Versuchen Sie bitte so wenig wie möglich zu zucken, sonst reiß ich Ihnen vielleicht aus Versehen

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posted by Max Trojan in Alltag and have No Comments

Brotkiste vs. Commodore

Tja, “tot gesagte leben länger” oder “man sieht sich immer 2x im Leben” oder “Morgenstund …..jaja, ist ja gut. Da ist er wieder, der gute alte Brotkasten. Irgendein cleverer Wirtschafts- und Marketingstratege hat sich überlegt. “Mensch, die alte Brotkiste, die war so wunderhübsch! Da tuen wir einfach was anderes rein und bringen dann das alte Zirkuspferd wieder raus in die Manege. Das Teil wird gehen wie geschnitten Brot!” Tja, trotz aller Nostalgie glaube ich eher, dass die sich da selbst geschnitten haben und dass das ein kommerzieller Flop wird. Denn wer, außer ein paar Computer-Nerds, stellt sich so ein Teil für 600-900$, je nach Konfiguration, zu Hause als Gag hin. Da kaufen die Leute des 21. Jahrhunderts für das Geld lieber eine schicken Apple, in welcher Form auch immer. Aber die braune Tastatur macht schon was her, denn Braun ist die neue Trendfarbe, ja auch in Deutschland. Zumindest in der Autoindustrie. Da ist Braun das neue Weiß. Wer mal mit offenen Augen durch den täglichen Verkehr wabert, wird bemerken, dass ihm immer mehr Neuwagen in Kackfarbe entgegenkommen, die dann so schöne Namen haben wieLatte Macchiato haben. Und wer es noch nicht wußte: zuvor war Weiß das neue Silber, Silber das neue Schwarz, Schwarz das neue Blau und Blau das neue Rot. Aber zurück zum guten alten C64. Jetzt wäre Read more…

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Neue Sprache vs. bedrohte Wörter

Vor kurzem hatte ich einen Artikel gelesen, in dem unter anderem darauf hingewiesen wurde, dass es Wörter gibt wie z.B. “Bandsalat”, die vom Aussterben bedroht sind. Entweder gibt es den Kontext zum Wort nicht mehr oder es wurde durch “modernere” Modelle ersetzt oder gar verenglischt. In diesem Zusammenhang habe ich herausgefunden, dass es sogar ein Lexikon der bedrohten Wörter gibt. Ich habe mich auf der Homepage mal etwas umgeschaut und die rote Liste der gefährdeten Wörter entdeckt. Ich dachte mir, man müsste diesem “Artensterben” etwas entgegensetzen und bin einfach mal die Liste von A-Z durchgegangen und habe versucht, die mir noch bekannten Wörter (selbst ich habe die meisten noch nie gehört) in einen fiktiven Text zu verewigen, quasi ein Friedhof der Wörter:

“Mein Abspielgerät ist weg!” Mit einem Affenzahn springe ich auf und schaue mich im Strassencafe um. Vorne steht immer noch die Frau mit dem Atombusen, die wahrlich eine Augenweide ist. Wenn heute Badetag wäre, würde ich gerne mal mit ihr in die Wanne rutschen. Aber wo ist mein Abspielgerät. Gestern, als das Drecksteil mal wieder einen Bandsalat gemacht hat, lag es doch noch in meine Tasche. Ich hatte es doch 1989 von meinem Begrüßungsgeld gekauft, obwohl ich aus Köln nach Berlin gefahren war. Aber da kann man doch wohl auch mal begrüßt werden. Wie einBerserker hatte ich dann den Rest in Kreuzberg auf den Kopf gehauen. Und als großes Finale noch ein Bonanzarad mitgehen lassen. Als der Herr Bonanza dann plötzlich vor mir stand, kam ich ganz schön in die Bredouille. Ich habe aber dann schnell die Fliege gemachen, bevor er mich zeigen konnte, wie seine Faust riecht. Nach noch nicht mal 1km hatte der Drahtesel schon einen Platten,also habe ich das Teil einfach in die Spree geworfen und bin zu Fuß zu meinem Hotel gelatscht. Vor dem Eingang sprach mich so ein Dreikäsehoch an, ob ich Lust auf eine Meinungsumfrage hätte. Der Kleine hatte ganz schön Dusel, dass ich überhaupt noch grade aus schauen konnte. Er wollte wissen, wie meine Meinung zur

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Nummer vs. Abheben

Wir leben in einer Zeit, in der wir nie wirklich allein sind. Wir haben Handy, Iphones, Ipads, Twitter, Facebooks und was weiß ich nicht alles. Und doch ist mir die letzten Jahre aufgefallen, dass man immer weniger Lust hat abzuheben, wenn es mal wieder klingelt…oder eine Mail zu lesen, die mehr als einen Absatz hat. Vielleicht liegt es daran, dass ich beruflich schon den ganzen Tag mit komischen Vögeln telefonieren und sinnlos herum mailen muss. Jedoch fällt mir das Phänomen auch bei anderen auf. Es wird immer schwieriger Leute zu ereichen, weil man nur noch mit Mailboxen kommuniziert. Besonderes hart wird es, wenn man eine Gruppe an einem gemeinsamen Termin versammeln soll und von jedem ein Feedback braucht…selbst SMS ist für Männer Mitte 30 einfach nur noch lästig….ist es die Rezession der privaten Kommunikation und der Wunsch nach alter Freiheit? Sind diese Medien nur noch eine von zu vielen Verpflichtungen auf unserem Rücken, der mit Mitte 30 eh schon krumm und schief ist von der ganzen Last der schnelllebigen Gesellschaft

Aber war es denn früher besser? Eigentlich ist es heute unvorstellbar, besonders wenn man es mal Jugendlichen erklärt. Da kommt man sich vor, als ob man vom 2. Weltkrieg erzählt. Wenn man in meiner Jugend aus dem Haus gegangen ist, dann war man einfach weg! Komplett von der Bildfläche verschwunden bis man irgendwo wieder aufgetaucht ist. Wie oft ist meine Mutter abends durchs Dorf gefahren, um mich zu suchen, weil ich in dieser Zwischenwelt verschollen war und eigentlich nur etwas zu spät von meinem “Spielkameraden” nach Haus marschiert bin. Telefone hatten keine Displays (in meiner Zivizeit bei der Stadt Bonn gab es bei den Ämtern sogar noch Wahlscheibe…1997!), so dass wir früher darüber sinniert hatten, wie toll es wäre, wenn man sehen könnte, wer anruft. Dann könnten wir, wenn es einer der nervigen Kumpels ist, einfach nicht dran gehen. Also haben wir uns ein Klingelzeichen-Code überlegt: Erst einmal anklingeln lassen, auflegen und wieder anrufen. Da wußte man immer, man spricht mit einer “wichtigen” Person. Heute wissen wir meistens wer dran ist…und aggieren erst recht nach dem Klingelzeichen-Code. Jaja, die schöne neue Welt.

Ein älterer Kunde von mir hat im übrigen zu dem Thema erzählt, dass die früher noch nicht mal ein Festnetztelefon hatten, bzw als er eins hatte, hatten alle seine Bekannten keins. Also musste er, wenn er jemanden was sagen oder fragen wollte, zu Fuss zu der Person hin spazieren und es ihr mitteilen. Und wenn es blöd gelaufen ist, war derjenige gar nicht da und man ist umsonst gelaufen……..dass kann ich mir wiederum nicht nicht mehr vorstellen, tja der 2. Weltkrieg waren schon eine verrückte Zeit.

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Telefonbuch vs. neue Medien

Letztens habe ich in der Stadt vor der Bonner Post wieder diese jungen Leute gesehen, die hinter sich Europaletten von neuen Telefonbüchern getürmt haben und nun versuchen, jedem unbescholtenen Bürger (in diesem Fall auch gerne der so genannte “Bonner”) ein Exemplar in die Hand zu drücken. Aber wer schaut heute noch in ein Telefonbuch und sucht dort einen alten Bekannten oder die Nummer des fiesen Nachbarn, weil sein Hund sich wieder um 3 Uhr nachts in die Besinnungslosigkeit bellen möchte. Grob geschätzt würde ich sagen, dass sich dort nur noch Leute mit Jahrgang unter 1965 oder Landeier registrieren lassen. In den Tiefen der Eifel (Hallo, kleiner Ranger), wo es vielleicht noch gar kein Internet gibt und der ein oder andere noch am Felsen lutscht, da mach so eine Lektüre bestimmt Sinn. Aber in so einem kleinen Dorf kennt dann doch eh jeder jeden. Gelbe Seiten kann ich ja noch verstehen, da nun wirklich nicht jeder Dorffriseur oder kleine Schuster eine ausgefuchste Flash-Javascipt-Web2.0-Homepage hat mit Facebook “Gefällt mir” Button und GoogleMap-Fähnchen hat. Der einzige Moment, wo ich mal ins gelbe Buch schauen wollte, war, als ich mich aus meiner Wohnung ausgeschlossen hatte. Da war ich aber draussen und das Buch drinnen. Irgendwie eine gestörte Beziehung. Aber zurück zu den analogen Telefonbüchern…

Diese werden heute von “das (!?!) Telefonbuch-Servicegesellschaft mbH (O-Ton Impressum) unter www.dastelefonbuch-marketing.de unter die Leute gebracht. Die Print-Version hat heute noch eine Auflage von über 28 Millionen Büchern und 130 verschiedenen Ausgaben jährlich. Der Bekanntheitsgrad liegt bei 88%, aber wer kennt denn jetzt bitte kein Telefonbuch. Ok, die Kinder und der Hund vom Nachbarn. Im 21 Jahrhundert wird natürlich auch die Online-, Iphone-, Ipad-, CD-Rom und sonst was Version angeboten, die ja auch Sinn machen. Ich habe einfach mal online geschaut, wer in meinem Dorf, wo ich aufgewachsen bin, noch so drin steht im aktuellen Telefonbuch. Natürlich gebe ich erstmal mich selber ein. Zwar findet er meine Nummer nicht, da ich ja auch immer eine Eintragung verweigere in Zeiten des Datenschutzes, dafür zeigt die Seite in einem separaten Banner ein schönen Facebook-Foto von mir. Das selbe beim Möckel, der im übrigen einen Namesvetter in Trogen an der ungarischen Grenze hat. Beim Dorftest finde ich, wenn überhaupt, nur noch Elterneinträge von meinen Jugendfreunden und die standen wirklich schon früher im Telefonbuch mit ihren 4-stelligen Telefonnummern.
Also belegt der Test: Ja, das analoge Telefonbuch ist auch ein Objekt, das neben dem Musikantenstadl, Sparstrümpfen, Kassettenrekordern, Röhrenfernsehr und dem Hausfrauenkittel zusammen mit den Generationen unter 1965 in der Versenkung verschwinden wird. Und was machen wir dann mit den Europaletten voll von Telekommunikationsliteratur. Tja, entweder lustige Schwanzvergleiche durch Zerreissen in Akkord oder man baut sich daraus ein schönes Haus.

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Packeis vs. das Cremissimo-Syndikat

Tach zusammen,

heute stand ich mal wieder im Supermarkt und draussen ist es gefühlte 40° und was hat man da…? Bock auf leckeres Eis. Ein Eisfachverkäufer-Eis wäre natürlich dem abgepackten Industrie-Eis vorzuziehen, aber ich war nun mal jetzt im Supermarkt, also los. Doch vor dem Eisregal kam dann wieder die Ernüchterung:

1. Außer Bourbon-Vanille (und das wohl auch nur wegen des schönen klingenden Bourbon, ich brauch sofort einen Whiskey) gibt es keine klassischen Sorten mehr bei den renomierten Eisherstellern z.B. Erdbeer oder einfach Schokolade oder mal ein gepflegtest Bananeneis. Alles nur noch neumodischer Kram wie Schwarwälder Kirsch, Tiramisu, Nocciolato oder gar Latte Macchiato.

Und 2. gibt’s das Eis nur noch geschmolzen dank dieser grandiosen “Cremissimo”- oder “Conchier”-Technik. Jedesmal wenn ich so eine Packung aufmache und mit dem Löffel in das butterweiche Eis steche, bin ich mir nie sicher, ob

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Michael Douglas vs. Michael Douglas

Die deutsche Schlagerszene der 70er Jahre war schon eine verrückte Zeit. Da konnte man natürlich nicht mit seinem Allerweltsnamen ein Star werden. Da musste schon was Bombastisches her. Da wurde aus Gerhard Höllerich “Roy Black”, aus Heinz Georg Kramm “Heino” und aus Carl-Dieter Heckscher „Dieter Thomas Heck“. Und man soll es nicht meinen, aber Karel Gott ist schon als Gott geboren worden. Verrückt.

Ab was in Hollywood nur schöner Schein ist, da fliegt dann doch mal Lieschen Müller das Goldene Blatt aus der Hand: Ich weiß nicht, ob Sie es wussten, aber kennen Sie Ramón Antonio Gerard Estévez. Dieser Mann mit spanischen/irischen Eltern ist durch die Apokalypse gerobbt und weil man es als Latino im Hollywood der 70er nicht so leicht hatte, nannte er sich einfachMartin Sheen. Und ja, wir ahnen es schon, der Frauenversteher mit der Machete Charlie Sheen hat nur vom Vater abgekupfert. Denn in seiner Kindheit hat seine Mutter immer gerufen: “Carlos Irwin Estévez, komm sofort essen. Es gibt feurigheiße Tortilla mit Paella!”. Aber bei so einem Namen kann man natürlich verstehen, dass man wie ein richtiger Latino mit der Machte vom Balkon wedelt und dabei 3 Blondinen im Arm hat. Das liegt einfach in den Genen. Fehlt nur noch der traditionelle Schnauzbart. Und er könnte vielleicht noch “Eijeijeijeijeijeijei” rufen. Aber egal. Im übrigen hat der gute Charlie ja auch noch Geschwister wie den Emilio Estévez, welcher zu seinem Namen stand und auch einige nette Filme hatte. Manche Bon Jovi Fans erinnern sich vielleicht an Young Guns, wo er Billy the kid spielte und auf den Film basierend Bon Jovi “Blaze of glory” verzapfte. Aber soviel nur am Rande…

Aber kennen Sie diesen netten älteren Russen: Иссур Даниелович Демский, oh sorry, ich meinte Issur Danielowitsch Demsky. Dieser Schauspieler mit weißrussischen Eltern fand seinen Namen auch nicht so toll und nannte sich einfach Kirk Douglas. Und ja, wir ahnen es wieder, wie in gepflegten Schauspielerfamilien üblich fand der Sohn Michael Issurovitch Demsky das eine super Idee und nannte sich auch einfach

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